Am 30. November 2025 präsentierte der Männerchor sein Konzert unter dem Motto „Freundschaft“.
Gleich zu Beginn stand der Chor hinter geschlossenem Vorhang bereit, während Wolfgang und Günter durch den Saal gingen. Auf ihrem Weg kamen sie mit Uwe ins Gespräch und machten deutlich, dass sie sich trotz ihres Alters fit fühlten und sich darauf freuten, ihre Freunde auf der Bühne zu treffen.
Das Konzert eröffnete mit „Wir sind die alten Säcke“, einem selbstironischen Stück, das sofort für Heiterkeit im Saal sorgte. Anschließend begrüßte der Chorvorsitzender Matthias das Publikum, bevor Poldi mit einem kurzen Gedicht über Freundschaft einen nachdenklichen Akzent setzte.
Darauf folgte das Lied „Freundschaft ist wie eine Blume“. Es folgte eine kleine humorvolle Szene: Einige Choristen kommentierten augenzwinkernd die Auswahl dieses eher sanften Stücks – eine gute Gelegenheit, den musikalischen Bogen zum energiegeladenen „Männer Boogie Blues“ zu schlagen.
Im Anschluss trafen Poldi und ein Freund aufeinander und leiteten gemeinsam das Lied „Freunde“ ein. Uwe stieg während des Intros aus dem Publikum heraus mit ein – ein gelungener, lebendiger Übergang, der beim Publikum gut ankam.
Eine weitere Szene spielte sich auf dem Schwätzbänkle ab, wo Kunki, Leime und Markus über ihre persönlichen „besten Freunde“ fachsimpelten – teils reale, teils literarische oder filmische Figuren. Die leicht überzogene Diskussion wurde jedoch humorvoll gebremst, als Maki sie daran erinnerte, dass ihre echten Freunde im Chor auf sie warteten. Passend dazu folgte das Lied „Mein bester Freund“. Danach kündigte Maki mit einem Schmunzeln einen weiteren Freundschaftsklassiker an: „Ein Freund, ein guter Freund“ aus „Die Drei von der Tankstelle“.
Vor der Pause machte Matthias deutlich, dass auch „alte Säcke“ einmal durchschnaufen müssen – natürlich mit einem ordentlichen Funken Selbstironie. Zuvor jedoch präsentierte der Chor das gefühlvolle Stück „Schenk mir noch eine Stunde“, das die Gäste stimmungsvoll in die Pause entließ.
Nach der Pause eröffnete der Handharmonika Verein Denzlingen den zweiten Programmteil.
Danach kamen Uwe, Leime und Wolfgang in Seefahrer bzw. Ölzeug auf die Bühne. Mit diesem Auftritt erinnerten sie an ein gemeinsames Erlebnis vor einigen Jahren. Das führte direkt zu den Liedern „Wellerman“ und „Santiano“, die mit stampfendem Rhythmus und viel Energie vorgetragen wurden.
Poldi leitete anschließend mit einem kurzen nachdenklichen Moment zum nächsten Stück über, das thematisch wunderbar passte: „Irgendwo auf der Welt“.
Nach einer kurzen Abmoderation von Matthias erklang das feierliche „Highland Cathedral“, das den offiziellen Teil des Abends kraftvoll abrundete.
Als Zugabe gab es ein überraschendes Finale: Marco, Matthis, Poldi und Uwe starteten einen Flashmob im Saal, begleitet von Gitarren. Schritt für Schritt schlossen sich der Männerchor, der Pop- und Jazzchor sowie der Gemischte Chor an. Schließlich sang der gesamte Saal gemeinsam „Es lebe die Freundschaft“ – ein bewegendes Erlebnis, das dem Motto des Abends gerecht wurde.
Zum Abschluss erklang dann das traditionelle „Als Freunde kamen wir“, bevor das Publikum zu einem gemütlichen Ausklang an der Theke eingeladen wurde.
Das Konzert war eine lebendige Mischung aus Musik, Humor und herzlichen Momenten. Die kleinen Szenen, die Selbstironie der Sänger und die musikalische Vielfalt sorgten für einen Abend, der das Publikum gleichermaßen zum Lachen, Mitsingen und Mitfühlen einlud. Die Begeisterung im Saal war spürbar – ein Konzert, das die Bedeutung von Freundschaft hör- und erlebbar machte.
Matthias Herrel



