Christoph Kühlewein: Nicht nur viele Aktive des GC spüren bei Nennung des langjährigen Dirigenten des Chores Hochachtung mit prägenden Erinnerungen.
Nach der Beisetzung seiner Ehefrau Gerda entstand bei seinen Töchtern Chrissy und Laura Kühlewein, Nina Eychmüller und Wolfgang Erber die Idee, ein Treffen zu organisieren, zu dem alle eingeladen werden sollten, die mit unserem Dirigenten und seiner Frau singend oder instrumental musiziert hatten. Der Zeitplan wollte es, dass das Treffen genau auf einen Tag nach der Beisetzung von Dieter Ohmberger fiel, der maßgeblich „schuld“ daran war, dass Kühlewein für die Concordia tätig wurde. Beide hatten dann bei der Entstehung der Chorfreundschaft mit Eguisheim und der Gründung des GC entscheidend mitgewirkt.
Zurück zur Gegenwart: Es konnte nicht anders sein, als dass bei diesem Treffen die Musik eine dominierende Rolle spielen musste. Dies geschah in einem Konzert, zu dessen Vorbereitung sich die Mitwirkenden einige Stunden vorher zu einem Kurzprojekt trafen. Viele Teilnehmer aus Nah und Fern aus verschiedenen Chören und Instrumentalensembles hatten sich Jahre oder Jahrzehnte lang nicht mehr gesehen.Vor dem Probebeginn und in den Probepausen gab es viele Umarmungen und Erinnerungen an den früheren Maestro. Neben Musizierenden aus der Region begrüßten sich auch ehemalige Chormitglieder aus Paris und Musiker / Musikerinnen aus Stuttgart und Mannheim. Auch Organist Prof. Baumgratz ließ es sich nicht nehmen, von Bremen nach Denzlingen zu kommen.
Bei allen Unterschieden hatten die Mitwirkenden Wichtiges gemeinsam: Die hohe Wertschätzung für Christoph Kühlewein und die Liebe oder auch die Leidenschaft für die Musik. Genau dies sollte im Konzert zum Ausdruck gebracht werden.
Nach der Konzerteröffnung mit dem „Te Deum Laudamus“ von Charpentier, vielen durch die Eurovisionsmelodie bekannt, begrüßten Chrissy und Laura das Publikum. Wolfgang Erber und Nina Eychmüller erinnerten daran, dass es Kühlewein ein großes Anliegen war, Menschen zusammenzuführen. Es war für Ihn wichtig, alle einzubeziehen, die an der Musik Freude hatten, seien es professionelle Musiker, ambitionierte Amateure oder auch viele Leute, die einfach ohne besondere Vorbildung gerne singen. Er hatte die Gabe, die entsprechende Literatur auszuwählen und die Musizierenden zu fordern, ohne sie zu überfordern.
In Kühleweins Sinne gelang es Wolfgang Erber, dem Publikum ein Konzert zu präsentieren, das die Aufführenden und das Publikum gleichermaßen erfreute. Dies ist bemerkenswert, da für fast alle Mitwirkenden Stücke dabei waren, die sie noch nie gesungen hatten. Auch verschiedene instrumentelle Darbietungen erreichten ein sehr beachtliches Niveau. In bester Stimmung wurde unter Leitung des Komponisten Helmut Steger und mit Einbeziehung der Zuhörenden das Konzert mit dem herausfordernden Swing-Kanon „Singen kann ich“ beendet.
Ca. 65 Teilnehmer beendeten den wunderbaren Tag anschließend im Krottenaugarten bei Sektempfang und reichhaltigem Buffet, wobei der Genuss durch Anekdoten und Austausch über viele gemeinsame Erlebnisse zusätzliche Steigerung erhielt. Es herrschte eine Atmosphäre wie bei einem großen Familientreffen.
In Zitaten aus Rückmeldungen wurde der Tag als „alles in allem [...] einfach umwerfend erfreulich“ genossen und als „großartiges Gedenkfest“ bezeichnet, wobei „Christoph begeistert gewesen wäre“.
Alle hatten einen denkwürdigen Tag erlebt.
Leonhard Mußler


